Aus unserem Winter-Gemeindebrief  
 2006 / 2007

Gemeindefest der Christusgemeinde

Am 24. September feierte die Christusgemeinde ihr diesjähriges Gemeindefest verbunden mit dem Erntedankfest.

Zum Beginn feierte die Gemeinde zusammen einen Familiengottesdienst, vorbereitet vom Christuskindergarten, von der Kleinen Kirche und mitgestaltet von den „neuen“ Konfirmanden. Hier und während des ganzen Festes fanden sich alle Generationen unserer Gemeinde wieder. So wurde bei diesem Fest spürbar, was es heißt, Gemeinde zu leben.

Vieles wurde auf dem Gemeindefest angeboten, wie zum Beispiel eine Orgelführung für Kinder durch Herrn Endebrock nach dem Gottesdienst.

Ein Höhepunkt des Festes war dann die Aufführung des „Sängerkrieges der Heidehasen“, bei dem Frau Koch und Herr Kammerer als Bänkelsänger und Herr Endebrock als Hase Lodengrün ihre Sangeskünste zum besten gaben. Unterstüzt wurden sie von vielen Eltern des Christuskindergartens, die dieses Stück unter der Regie von Frau Krauss-Hummel zum zweiten Mal aufführten.

Da das Wetter durchhielt, konnten sich alle gemütlich draußen mit Essen und Trinken versorgen und dabei die Musik der Marion-Mangold-Band genießen. Die Kinder waren begeistert vom historischen Karussell, das sie mühsam durch einen Tretantrieb in Bewegung bringen mussten. Auch die Rollenrutsche war wie immer eine Attraktion.

Ein herzliches Dankeschön all den vielen Helferinnen und Helfern die zum Gelingen des Festes beigetragen haben!


Liebe Gemeindeglieder im Freiburger Osten,

Maria besucht Elisabeth – eine Szene aus dem Freiburger Münster ziert dieses Mal unser Winterdeckblatt. Einerseits eine ausgesprochene Adventsszene, andererseits passt diese Begegnung auch gut zur Jahreslosung 2007 aus dem Buch Jesaja: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“ (Jesaja 43, 19a)

Mit der ab 1. Januar beginnenden Gesamtpfarrgemeinde Ost sollten wir vielleicht das Beispiel Maria und Elisabeths ganz wörtlich nehmen und uns aufmachen, die Menschen und Veranstaltungen in unseren benachbarten Gemeinden (ab 1.Januar heißen diese Predigtstellen) zu besuchen, um kennen zu lernen, welchen Reichtum unsere große Pfarrgemeinde in sich birgt und wie viel neue Chancen. Über den neu konstituierten Ältestenkreis der zukünftigen Pfarrgemeinde Ost weiter unten.

 

Für mich hat das Bild noch eine persönliche Tragweite: mitten in der Adventszeit werde ich in den gesetzlichen Mutterschutz gehen und – so alles gut geht –noch einige Monate Erziehungszeit im neuen Jahr daran hängen, bis wir als dann fünfköpfige Familie wieder einen neuen Rhythmus gefunden haben und ich an meinen Platz an der Friedenkirche zurückkehre. Pfr. i.R. Helmut Zeilinger wird als offizieller Vakanzvertreter alles, was Verantwortung und Unterschrift braucht, weiterhin möglich machen. Daneben übernimmt Pfr. i.R. Andreas Kautzsch weitere wichtige Aufgaben wie die Weiterbegleitung des KonfirmandInnenjahrgangs, Kasualien, Gottesdienste und so weiter.

 

Für die Petrus- und Paulusgemeinde hat sich inzwischen mit Pfarrerin Irene Leicht als Vakanzvertreterin eine stabile Übergangslösung gefunden. Doch der Weggang von Pfarrer Wolfgang Kammerer aus der Christuskirche ist schon der nächste tiefe Einschnitt in unserer Union. Sie finden Herrn Kammerers Worte zum Abschied weiter unten.

 

So stehen Weihnachten und der Jahreswechsel in die neue Gemeindestruktur noch unter der Atmosphäre des Umbruchs und des Abschieds, doch wo ein Kind im Stall zum Hoffnungsträger für die ganze Welt wird, können wir sicher auch für die Union Ost und für jede und jeden persönlich davon ausgehen, dass auch für diese Zeit gilt: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“

 

Viele ermutigende neue Erfahrungen im Advent wünscht Ihnen,

 Pfrn. Ute Niethammer, Friedenskirche


Ganz neu: der Ältestenkreis der Pfarrgemeinde Ost  

Seiner Zeit voraus wurde bereits im Oktober der Ältestenkreis der zukünftigen Pfarrgemeinde Ost konstituiert, damit ab 1. Januar in der neuen Struktur sofort effizient losgearbeitet werden kann. Für diese erste Phase bis zur Kirchenwahl im November 2007 haben die bisherigen Ältestenkreise jeweils 1 bzw. 2 Mitglieder in diesen übergeordneten Ältestenkreis delegiert. Unter der Leitung von Dekan Schächtele haben diese Delegierten dann am 11. Oktober Frau Gabriele Daniel-Schnitzler (bisher Vorsitzende des Ältestenkreises der Friedenskirche) zur ersten Vorsitzenden gewählt und Pfarrer Rudolf Atsma (Auferstehungskirche) zum zweiten Vorsitzenden.

Außerdem gehören dem Ältestenkreis an:

-          Edda Buschbeck (Auferstehung)

-          Inge Gramling (Gemeindediakonin der Christusgemeinde)

-          Friedrich Hanebeck (Christus)

-          Ruth Kummetz (Petrus)

-          Inge Meißner (Matthias Claudius)

-          Irmgard Nübel (Christus)

-          Helga Rolker (Auferstehung)

-          Reinhard Schelkes (Frieden)

-          Friedrich Sprondel (Paulus)

-          Gisela Wohlfarth (Petrus)

-          Hinzu kommen die jeweiligen VakanzvertreterInnen der in der kommenden Zeit nicht besetzten Gemeinden.

Sämtliche Mitglieder dieses Ältestenkreises sind gleichzeitig auch Mitglieder der am 11. November gegründeten Stadtsynode, in der künftig zwei Ebenen zusammenfallen, nämlich der bisherige Kirchengemeinderat Freiburg und die Bezirkssynode.

Die vornehmlichen Aufgaben unseres neuen Ältestenkreises werden sein: die Überbrückung der großen Pfarrvakanz, die Verabschiedung einer Geschäftsordnung, die Kompetenzen der Ortsältestenkreise und die Weiterarbeit an den verschiedenen Konzepten in Bezug auf Immobilien, Haushalt und Personalplanung. Und noch eines wurde deutlich an den ersten Zusammenkünften: auch bei großen Arbeitspensum soll die geistliche Mitte zum tragenden Fundament werden!

 

Ute Niethammer

 

 

 

„BROT FÜR DIE WELT“ Aktion 2007: „Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt.“

 

Dass es weltweit anerkannte Menschenrechte gibt, heißt leider nicht, dass diese Rechte auch überall gewahrt werden. Im Gegenteil: In unserer Welt geht es ungerecht zu. Unzähligen Menschen wird vorenthalten, was sie zum Leben brauchen. Mehr als eine Milliarde Kinder Gottes sind so arm, dass sie sich nicht ausreichend ernähren können. Dabei ist das Recht auf „unser täglich Brot“ das elementarste Recht von allen. Das Menschenrecht auf Nahrung ist Gottes Recht!

 

Mit der Aktion „Brot für die Welt“ setzt sich die Evangelische Kirche in Deutschland Jahr für Jahr in mehr als siebzig Ländern dafür ein, dass auch die Ärmsten ihre elementarsten Menschen-Lebens-Rechte sichern können und dafür, dass dabei Gottes Wille geschieht. Unsere Landeskirche stellt auch in diesem Jahr drei Projekte in Ländern, die uns partnerschaftlich verbunden sind, besonders in den Mittelpunkt:

In Mosambik hilft „Brot für die Welt“ Kleinbauern dabei, ihr Stückchen Land als Lebensgrundlage zu sichern und vor Enteignung zu schützen. In Ecuador unterstützt „Brot für die Welt“ die Kleinbauern bei der Produktion und Vermarktung ökologisch angebauter Früchte, mit dem Ziel, die Organisationen kleiner Bauern und Bäuerinnen zu stärken. In Indonesien bietet „Brot für die Welt“ Straßenkindern zwischen sechs und 18 Jahren medizinische Versorgung und Förderunterricht an und schützt sie vor Jugendbanden.

 Damit Gottes „Spielregeln“ Achtung finden, braucht es beherzte Menschen, die auch durch Spenden helfen. Bitte machen Sie es zu Ihrer Sache, Gottes Gerechtigkeit weiterzutragen. Dazu finden Sie in diesem Gemeindebrief Überweisungsträger für die diesjährige Aktion. In den Pfarrämtern bzw. Kirchen liegen auch Spendentüten für bare Spenden bereit.

Gott sei Dank, dass im letzten Jahr 4.391.149 Euro in der badischen Landeskirche für „Brot für die Welt“ gespendet wurden. 54.689.227 Euro kamen in ganz Deutschland zusammen. Danke allen Spendern und Spenderinnen!!

 

Abschied von Pfarrer Kammerer aus der Christus- und Matthias-Claudius Gemeinde

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Kor. 13,13)

Elf Jahre Pfarrer an der Christuskirche und vier Jahre Pfarrer der Matthias-Claudius-Gemeinde. Vieles ist geschehen in diesen Jahren, in der Welt, in unserem Land, in unserer Kirche, in unserer Gemeinde und auch bei und mit mir ganz persönlich.

Es gab schöne Stunden, Stunden voller Freude und Lust, aber auch Stunden der Last, der Enttäuschung, des Schmerzes und des Abschiedes. Ganz besonders schmerzlich war natürlich der Tod meiner Frau.
Bei jedem Abschied stellt man sich die Frage: „Was bleibt?“

Was bleibt für mich?
Für mich bleiben viele gute Erinnerungen an Begegnungen und Gespräche bei verschiedenen Anlässen, Erinnerungen an schöne Gottesdienste und Feste, es bleiben aber auch Erinnerungen an Enttäuschungen, die das Leben und die Arbeit sehr schwer gemacht haben.

 

Was bleibt für die Christusgemeinde?

Ich hoffe, gute Erinnerungen an mich.

Ich hoffe, dass die Gemeinde spüren konnte, was mir wichtig ist: Kirche geschieht im sozialen und politischen Umfeld, global und lokal. Wir haben als Christen verantwortlich in dieser Stadt, in der Welt und für diese Stadt und diese Welt zu leben. Grenzen der Pfarrgemeinde, der Parochie, dürfen nicht trennen, sondern haben zu verbinden. So verbindet uns alle auch die weltweite Kirche. Nur durch permanente Grenzüberschreitung werden wir der Herausforderung gerecht.

 

Was bleibt für die Kirche in Freiburg?

Sichtbar bleiben wird die neue Struktur der Evangelischen Kirche in Freiburg.

Vor vielen Jahren schon habe ich den Zusammenschluss der Freiburger Gemeinden in vier größere Gemeinden vorgeschlagen. Durch die Bündelung der Gaben und Aufgaben bei Ehren- und Hauptamtlichen werden wir unseren Auftrag, Kirche Jesu Christi in dieser Stadt zu sein, glaubwürdig wahrnehmen können.

 

So bleibt die Erfahrung, dass viele Menschen bei mir waren, mir geholfen haben, gerade in den schweren Zeiten.

So bleibt die Erfahrung, dass wir, da nehme ich meine Frau mit hinein, uns gut aufgehoben fühlten in dieser Gemeinde. Es war nicht immer konfliktfrei, aber (fast) immer herzlich.

 

Das Wort, das Paulus den Korinthern geschrieben hat, wird dadurch lebendig. Auch das bleibt. Damit lässt es sich leben: mit Glauben, mit Hoffnung und mit Liebe.

Für die gute Zeit hier herzlichen Dank

Ihr

Wolfgang Kammerer

 

Einen wunderschönen guten Morgen!

Diesen Gruß, oft auch am Telefon, vom Fahrrad herunter, werden wir in unserer Christusgemeinde sehr vermissen. Manche Seniorin wird auch deshalb insgeheim eine Träne abwischen, denn Herr Kammerer wird im neuen Jahr, noch einen Kurztrip nach Bali über Weihnachten einschiebend, seine neuen Gemeindeglieder in Hasel ebenso freundlich grüßen, während er auch in Beuggen die halbe landeskirchliche Stelle für Mission und Ökumene zu versehen hat. Vermissen werden wir seine Kochkünste, privat und bei den Festchen und anderen Aktivitäten in der Gemeinde und weit darüber hinaus. Auf die Frage, wo er und seine Frau Inge nicht gewesen sind, sagte er: „Nicht in Amerika!“.

Weil die Stelle für Mission und Ökumene ihm so sehr auf den Leib zugeschnitten ist, dürfen wir bei allem Abschiedsschmerz nicht klagen, sondern ihm wünschen, dass dies der Anfang zu einem neuen Aufbruch wird, besonders nach dem Verlust seiner Frau Inge Anfang dieses Jahres.

Am 1.9. 1995 hat Herr Kammerer seinen Dienst als Pfarrer in unserer Gemeinde angetreten. Glaubwürdigkeit der Kirche im dritten Jahrtausend. Konziliarer Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Offene Kirche- Offene Gemeinde waren seine großen Themen. Diese wurden im Ältestenkreis diskutiert, in den Predigten thematisiert, an Gemeindeabenden und in der übrigen Arbeit eingebracht. Ja, wir haben auch an Bundeskanzler Schröder geschrieben, weil wir dessen Entscheidung gegen die Teilnahme am Irakkrieg begrüßten!

Er öffnete Künstlern die Kirche für Installationen und Bilder- Ausstellungen. An vielen Geselligkeiten mit Inge und Wolfgang Kammerer werden sich die Ältesten erinnern, an Wanderungen und Pilgerreisen, aber auch an Projekte wie die Renovierung des Gemeindesaals und des Gartens, den Beginn der Turmsanierung, obgleich noch immer die Glocken nicht läuten dürfen. Erinnern werden wir uns auch daran, dass wir mit einander kritische Phasen durchstehen konnten.

Wie wir ihn kennen gelernt haben, so wird Pfarrer Kammerer weiterhin bestehende Grenzen nach ihrem Wert für den Menschen hinterfragen, über diese hinwegblicken und von seinen Erfahrungen in anderen Kirchen und Kulturen her wieder auf die Kirche vor Ort schauen, Fragen stellen und Anregungen weitergeben.

Die Gemeinde und ihr Ältestenkreis danken ihm für die gemeinsam geteilten 11 Jahre und bitten um Gottes Segen für ihn und seine Arbeit!

I. Nübel (Ältestenkreis)

Abschiedsfest für Herrn Kammerer

Wir wollen am 17. Dezember uns von Herrn Kammerer um 10 Uhr im Gottesdienst und beim anschließenden Empfang verabschieden.

Sie alle sind ganz herzlich dazu eingeladen.